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Rebsorte: Nebbiolo

Nebbiolo

Nebbiolo ist bekannt durch die Verwendung bei den Weinen Barolo, Barbaresco, Carema, Roero and Nebbiolo d’Alba. Bei diesen Weinen wird der Nebbiolo in reiner Form verwendet und ausgebaut. Im Gegensatz zu Gattinara, Ghemme, Bramaterra and, in Lombardy, Valtellina, Franciacorta Rossa and Sforzato, wo die Nebbiolo-Traube verschnitten wird mit anderen Rebsorten.

Die junge Nebbilolo-Traube kann von ihrem Charakter stark in das säuerliche gehen und hat ein starkes Tanningerüst. Mit sehr guten moderner Vinifizierung ist es möglich die Traube so zu bändigen, dass er auch jung gut zu trinken ist. Das geht vor allem auf geringere Maischestandzeiten und temperaturgesteuerte Vergärung zurück. Dahin gegen braucht der Nebbiolo, der nach traditioneller Art gemacht wird, Zeit zum reifen. Hier ein Beitrag für die, die italienisch können.

Wichtigste Nebbiolo Klone sind: Lampia, Michet und Rosé

Es gibt ungefähr 40 verschiedene Klone vom Nebbiolo und die bekanntesten sind Lampia, Michet und Rosé. Vor allem die ersten beiden genannten Klonarten, gedeihen in La Morra und Barolo so gut, weil die Mergelböden in der Region einen beachtlichen Magnesiumgehalt haben. Der Anteil an Magnesium und auch Eisen im Boden haben erheblichen Einfluss auf den Geschmack der Trauben und den Charakter der daraus gekelterten Weine.  Das Nebbiolo Rosé sich wesentlich davon unterscheidet, liegt daran, dass heute genetisch erwiesen ist, dass es sich um keinen Klone im eigentlichen Sinne handelt, sondern diese Sorte direkt von Nebbiolo abstammt und daher eigenständig zu betrachten ist.

Der Reifung und Charakter des Nebbiolo

Der Nebbiolo bringt kräftige Weine hervor. Er blüht immer als erste Rebsorte und ist zugleich eine sehr spät reifende Sorte deren Beeren oft erst spät die endgültige Farbe bekommen. Gleichzeitig begründet die lange Reifungszeit und der Wechsel zwischen heißen Jahreszeiten und kühleren Monaten die Aromenvielfalt des Nebbiolo. Der Nebbiolo mag keine große Hitze, braucht aber sonnige Hänge. Die Rebsorte hat einen hohen Säureanteil und viel Tannin. Dies sind die Voraussetzung für feine und langlebige Weine und regt inzwischen auch Weinbauern außerhalb des PIemont an mit Nebbiolo zu arbeiten. Eine nicht leichte Aufgabe, da die Traube sehr stark auf das Mikroklima reagiert. Dennoch wurde diese Rebsorte bereits in den Länder wie Australien, im US Bundesstaaten  Californien, Origon, Washington und Victoria sowie in Chile, Argentinien und Österreich eingesetzt. Bisher gibt es keine Überzeugende Beispiele aus diesen Ländern, die an die Weinen aus dem Piemont herankommen. In Italien selber wird der Nebbiolo in der Lombardei mit dem Namen Chiavennasca angebaut und veredelt. In Valtellina (Veltlin) sogar mit einer DOCG Klassifizierung eingestuft.

Nebbiolo erstmals im 13. Jahundert erwähnt

Erstmals in Schriften aufgetaucht ist die Rebsorte im 13. Jahundert. Und Anfang des 14. Jahundert war expresis verbis das erste mal die Rede von „nebiolo“. Es gibt Meinungen nach denen stammt der Name von „Nobile“ ab. Dies ist aber eher unwahrscheinlich. Vielmehr kommt der Name durch den Nebel – nebbia – ab. Dieser ist immer zu Gast, wenn im Herbst die Trauben eingeholt werden. Neben der Analyse zu den verschiedenen Klonen, wurde heute durch DNA-Ablgeiche auch noch festgestellt, dass es eine Verwandtschaft mit dem Vigonier gibt. Das Verwundert wenig. Auch diese Rebsorte bringt mit starker Säure hochwertige und langlebige Weine wie der Nebbiolo hervor.

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Ein Gedanke zu „Nebbiolo

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